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Reifendruck vor dem Urlaub prüfen

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Oft vernachlässigt, doch für die Sicherheit immens wichtig: der richtige Reifendruck. Denn wenn mit bereits zu wenig Luft in den Pneus gestartet wird oder einem Reifen während der Fahrt die Luft ausgeht, ist die Stabilität eines Pkw gefährlich beeinträchtigt. Der ADAC rät, vor Urlaubsantritt den Reifendruck zu prüfen und gibt Tipps für das richtige Fahrverhalten bei einem plötzlichen „Plattfuß“.

Den optimalen Reifendruck gibt der Hersteller individuell für jedes Fahrzeug an. Bei einem VW Golf IV 1.9 TDI beispielsweise liegt er bei 2,1 bar auf der Vorderachse und 1,9 bar auf der Hinterachse. Da ein sehr langsamer Reifendruckverlust normal und nicht immer mit bloßem Auge erkennbar ist, sollte der Luftdruck regelmäßig überprüft werden – zum Beispiel bei jedem Tanken. Fällt der Druck jedoch innerhalb von Tagen rapide ab, ist ein Werkstattbesuch ratsam. Denn: „Lahmt“ ein Reifen, so schiebt sich das Fahrzeug in Kurven über das entsprechende Rad, das Fahrzeug wird schwer steuerbar und gerät im Extremfall ins Schleudern. Zudem ist es möglich, dass sich bei niedrigem Druck in einer schnell gefahrenen Kurve der Reifen von der Felge löst und diese den Boden berührt, was zum Umkippen des Fahrzeugs führen kann.

Entweicht die Luft plötzlich während der Fahrt aus einem Reifen – weil sich etwa ein eingefahrener Nagel löst oder der Reifen gar platzt – sollte man unbedingt Ruhe bewahren und keine hektischen Lenkbewegungen oder Bremsmanöver durchführen. Leichtes Gegenlenken und sanfte Tempodrosselung sind jetzt angesagt. Und besser fährt man noch ein paar hundert Meter mit plattem Reifen langsam am Fahrbahnrand weiter und sucht eine sichere Parkposition, als dass man an gefährlicher Stelle sofort anhält.

Wer ganz sicher gehen will, achtet beim Fahrzeugkauf auf ein eingebautes Reifendruckkontrollsystem, das vor Fahrtantritt bzw. während der Fahrt einen etwaigen Druckabfall anzeigt. Und wer trotz Reifenpanne mobil bleiben möchte, greift zu Runflat-Reifen. Diese sind in der Seitenwand verstärkt und ermöglichen im Ernstfall die Fahrt bis zur nächsten Werkstatt.

Übrigens: Der richtige Druck in den Pneus erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern schont auch den Geldbeutel. Bei zu geringem Druck verschleißt der Reifen schneller. Gleichzeitig verschlechtern sich die Fahreigenschaften und der Kraftstoffverbrauch steigt.

Reifengas

28. August 2008 Keine Kommentare

Immer mehr Reifenhändler bieten Autofahrern an, die Reifen anstelle von Luft mit speziellen Reifenfüllgasen zu füllen. Die Sachverständigen von DEKRA warnen Autofahrer jedoch davor, sich von der “Grünen Luft” im Reifen dazu verleiten zu lassen, den Fülldruck seltener zu prüfen.

Nach dem Rat der DEKRA Reifenexperten muss der Reifenfülldruck alle zwei Wochen und vor Antritt einer längeren Fahrt überprüft werden – auch wenn Spezialgas im Reifen ist. Nur so kann schleichender Druckverlust durch Undichtigkeiten oder Beschädigung frühzeitig erkannt werden. Fahren mit zu geringem Fülldruck kann zur Überhitzung des Reifens und im schlimmsten Fall sogar zum Reifenplatzer bei hoher Geschwindigkeit führen. Die auch in der Formel 1 und in Flugzeugreifen gebräuchlichen Reifenfüllgase ersetzen den Sauerstoffanteil in der Druckluft durch reinen Stickstoff. Ein so befüllter Reifen baut den Druck etwas langsamer ab als ein Reifen mit Luftfüllung. Der Entzug von Sauerstoff vermindert auch die Alterung und Versprödung des Innenreifens.

Laut DEKRA können Reifenfüllgase bei der Reifenkontrolle unbedenklich mit normaler Druckluft gemischt werden. Der Reifendruck sollte immer am kalten Reifen geprüft werden. Generell empfiehlt es sich, 0,2 bar mehr einzufüllen als vom Hersteller angegeben. Das verringert den Rollwiderstand und damit auch den Kraftstoffverbrauch.

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